Heiß oder stürmisch: welches Sommerwetter ist besser für den Einzelhandel?

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Von ShopperTrak on 01-06-15

Der Sommer steht vor der Tür und Einzelhändler sowie Einkaufszentren sind damit beschäftigt, ihre Läden für den Saisonwechsel vorzubereiten.

Aber zwischen Sortimentsänderungen und neue Angebote drängt sich auch ein sehr einflussreicher Verkaufsfaktor, gegen den man sich nicht wehren kann: das Wetter.

Temperaturen haben einen sehr starken Einfluss auf das Einkaufsverhalten der Konsumenten. Beim ersten Anschein von warmem Wetter steigen die Hoffnungen der Läden und Einkaufszentren, dass die Konsumenten in Scharen kommen werden und ihnen mehr Umsatz bringen. Die Bestände an leichter Kleidung und Sonnencreme werden erhöht und man geht davon aus, dass die länger hell bleibenden Abende zum ausgiebigen Shoppen genutzt werden.

Es könnte deshalb etwas überrachend kommen, dass in Wirklichkeit eine umgekehrte Beziehung zwischen Besucherzahlen und Sonnenstunden über den Globus verteilt herrscht: die Besucherströme gehen zurück wenn das Wetter wärmer wird. Eine von FootFall durchgeführte Untersuchung der Besucherzahlen im Sommer in Großbritannien, Irland, Frankreich, Italien, Polen, China und Indien ergab, dass die Konsumenten bei hohen Temperaturen weg blieben – die niedrigsten Werte wurden in Polen gemessen.

Im Gegensatz dazu kann Regen sogar ein Vorteil für die Einzelhändler sein, den die Kunden kommen vermehrt in Läden und Einkaufszentren um ihrer Schlechtwetter-Langeweile entgegen zu wirken. In allen Regionen, die wir untersucht haben, führte 2014 Regenwetter während des Sommers zu einem Anstieg der Besucherzahlen. Die einzige Ausnahme bildeten die Einkaufsparks außerhalb der Zentren. Bei ihnen konnte man keine Veränderung der Besucherzahlen messen, was eventuell an ihrer offenen, nicht überdachten Lage außerorts liegt.

Auch wenn Einzelhändler das Wetter nicht kontrollieren können, so können sie trotzdem Maßnahmen ergreifen, die ihre Erträge auch bei wechselnden Witterungen optimieren. Wettervorhersagen geben den Läden und Einkaufszentren einen guten Überblick, was sie in der kommenden Woche erwarten können. Ihre Herausforderung besteht darin, eine Verknüpfung zwischen den Geschehnissen am Himmel und den Besucherzahlen ihres Geschäfts herzustellen.

Die Auswertung der Geschäftsdaten ist der einzige Weg, dies zu tun. Einzelhandelsunternehmen, die ein System zum Besucherzählen wie die Site Analytics von FootFall installiert haben, sind in der Lage auf vergangene Daten zuzugreifen und diese auszuwerten. Mit diesen Werten können sie exakt sehen, wie das Gechäft bei ähnlichen Wetterkonditionen lief und schnell auf aktuelle Situationen reagieren. Notwendige operationale Veränderungen zur Steigerung der Konsumentenaktivitäten sind dadurch effektiver durchzuführen.

In der Zwischenzeit sollten sich Einzelhändler und Einkaufszentren überlegen, ob sie nicht mal einen Regentanz in den kommenden Sommerwochen aufführen wollen.

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