Schulanfang: Was der Einzelhandel aus der Ferienzeit lernen konnte

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Von ShopperTrak on 22-09-15

Eltern auf der ganzen Welt atmen vor Erleichterung auf, wenn ihre Kinder nach dem Ende der Sommerferien wieder in die Schule gehen. Tausende von Einzelhändlern und Einkaufszentren werden das Gleiche tun, da die Schulferien die Verhaltensmuster von Konsumenten oft in einer unvorhersehbaren Weise stören.

Wie haben die langen Ferien dieses Jahr die Besucherzahlen im Einzelhandel beeinflusst und was können Unternehmen daraus lernen? Wir erforschen die Trends 2015 und nutzen exklusive Informationen zu Besucherzahlen:

Besucherverkehre in den Ferien – die frühen Trends

Im internationalen Umfeld konnten wir einen Wandel der Besucherverkehre während der Schulferien erkennen. In der ersten Woche nach Ferienbeginn sind die Besucherzahlen in den meisten Regionen gestiegen – Werte variierten von 3% Anstieg in Hongkong bis hin zu +15% in Österreich und Polen.

Wahrscheinlich kommt dies daher, dass Eltern und Kinder die erste Woche der Ferien für Einkaufsbummel nutzten und den Bedarf an Spielsachen oder Sommerbekleidung für den anstehenden Urlaub abgedeckt haben.

Interessanterweise stand in Deutschland der Einfluss der Schulferien auf den Einzelhandel im direkten Zusammenhang mit dem Zeitpunkt des Schuljahresendes. In den Bundesländern, deren Schuljahr im Juni endete, wurde ein Anstieg der Besucherzahlen von 2% gemessen, während die Konsumentenaktivitäten in den Bundesländern, deren Ferien erst im Juli begannen um 9% anstiegen.

Die einzige große Ausnahme zu dieser Aufwärtsentwicklung bildete Frankreich. Hier gingen die Besucherströme um 24% zurück, bevor sie in der darauf folgenden Woche wieder um 10% anstiegen. Vielleicht benötigten die französischen Schulkinder zuerst eine kleine Verschnaufpause bevor sie die Geschäfte stürmten – oder sie haben sich das Shopping einfach bis zum letzten Moment vor der großen Abreisewelle im August aufgehoben.

Zwischenbericht

Interessanterweise drifteten die Verhaltensmuster der Besucher zur Mitte der Schulferien auseinander und die Regionen verhielten sich sehr unterschiedlich. In Österreich, Honkong und Polen zum Beispiel gingen die Besucherzahlen zurück, da man in den Sommerurlaub fuhr.

In Großbritannien blieben die Konsumentenaktivitäten eher statisch, während die Besucherzahlen in Frankreich, Deutschland und Italien um bis zu 6% anstiegen – vielleicht auch beeinflusst durch die ausländischen Touristen. Gemäß der UN World Tourism Organisation ist Frankreich das am meisten besuchte Land in der Welt und sowohl Italien als auch Deutschland rangieren ebenfalls in der Top 10.

Der Schulbeginn-Andrang

Während des Sommers gab es einen weiteren scharfen Anstieg der Einzelhandelsaktivitäten – dieser fand kurz vor Beginn des neuen Schuljahres statt.

Naturgemäß gibt es zu jedem Ende einer Ferienzeit einen Anstieg in Besucherzahlen, da Familien aus dem Urlaub zurückkehren und ihre Vorräte für die bevorstehende Zeit auffüllen. Verblüffend sind jedoch die Unterschiede in den einzelnen Regionen: Polen, Frankreich und Deutschland verzeichneten den größten Aufschwung und eine Zunahme der Besucherzahlen zwischen 12-15%, während Hongkong, Italien und Großbritannien nur einen moderaten Anstieg von 5% oder weniger erlebten.

Auch wenn es jetzt schon zu spät ist, die diesjährigen Einkaufstrends der Schulferien zu beeinflussen, so bleibt den Einzelhändlern und Einkaufszentren noch genügend Zeit, sich auf die Weihnachtsferien vorzubereiten – weitaus einfacher, wenn sie hierzu eine detaillierte Analysemöglichkeit ihrer Besucherzahlen zur Verfügung haben.

Um herauszufinden, wie Sie ihr Geschäft auf die Fluktuationen der Besucherzahlen während der Schulferien vorbereiten können, besuchen Sie unsere Site Analytics Website.

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